Minimum – Frank Schirrmachers Skizze von Familie und Gesellschaft der Zukunft

Do 3. Mai 12, 19.00
Vortrag von Gerd Rabenau


Wo finde ich Orientierung und Unterstützung? Wer ist da, wenn Probleme auftreten? Wo bin ich zu Hause? Habe ich Familienangehörige oder Freunde, die für mich einstehen und eintreten? In einem Umfeld großer gesellschaftlicher Umbrüche ist auch jeder einzelne Mensch vor große Veränderungen in seinem persönlichen Leben und in seinem sozialen Umfeld, in Beziehungen, Familie, Freundeskreis, gestellt. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ beschreibt in seinem Buch „Minimum“ eindringlich, wie radikal sich in den kommenden Jahren unser Leben verändern wird. Zu den knappen Rohstoffen der Zukunft wird etwas gehören, an dem man nicht sparen kann: Verwandte, Freunde, Beziehungen – kurzum das, was man soziales Kapital nennt.

Schirrmacher zeigt, dass unsere Gesellschaft auf diese gravierenden Veränderungen nicht vorbereitet ist: Der Wohlfahrtsstaat zieht sich in einem Moment als großer Ernährer zurück, in dem sich das private Versorgungsnetz aus Freundschaft, Verwandtschaft und Familie auflöst. Kann es in diesem Umfeld Uneigennützigkeit und Altruismus, selbstlose Hilfe und Unterstützung für den anderen überhaupt noch geben? Die Erosion unseres sozialen Fundaments zwingt uns, unser alltägliches Zusammenleben von Grund auf umzuorganisieren.

Gerd Rabenau wird anhand des Buches über diese Fragen referieren und neben einigen Leseproben die zentralen Thesen zusammenfassen. Anschließend ist Raum für Gedankenaustausch und Reflexion über das Thema.

freiwillige Spende